Johannes goes to France

Hallihallo, endlich komme ich mal wieder dazu etwas zu schreiben. Nachdem vor drei Wochen die deutsche Delegation da war (unter anderem der Landrat :) und ich die Woche darauf krank im Bett lag, war letze Woche nicht schlecht.

Die Woche war ich im Umwelthaus und habe unter anderem mein eigenes T-Shirt bekommen. Da ich jeden Tag bis abends arbeitete konnte ich den wunderschoenen Sonnenuntergang am nahe gelegenen Strand beobachten. Im Rahmen der Animationen fuer die Kinder, kam ich sogar dazu mehrere  "crumble aux pommes" zu machen. Die insgesamt zehn kleinen Streuselkuchen gingen weg wie geschnitten Brot. Weiterer kulinarischer Hoehepunkt der Woche waren die "fritures de carpe". Dabei handelte es sich um frittierte Karpfen. Die Karpfen waren sehr frisch, sie wurden gerade mal eine halbe Stunde vor dem Essen gefangen.

Ich entschuldige mich fuer die Funkstille.

In den letzten beiden Wochen habe ich das schoene Wetter genutzt und bin Kajak gefahren. Natuerlich nicht aus Spass, nein ich musste dabei schon arbeiten und mir einige Animationen ("animations" im Franzoesischen) ausdenken. Am Ende jedes Tages landete ich dabei nicht selten im Wasser :)

Im Alltag habe ich inzwischen einige (tolle) Sachen entdeckt, die ich gerne mit euch teile. Die Franzosen haben es nicht so mit Rot und Gruen bei Fussgaengerueberwegen.. Inzwischen habe ich mir das auch angewoehnt. Vorgestern dann der grosse Schock, als ploetzlich die Polizei da ist. Aber nichts ist, was machen die? Steigen auf ihr Fahrrad (!) und ueberqueren die Strasse auch bei Rot. Ich liebe die franzoesische Polizei.

Nachdem ich heute ein Begruessungsvormittag mit anschliessendem Mittag mitgemacht habe, muss ich zwei Sachen feststellen:

1. Wenn es in Frankreich heisst, das Meeting beginnt um halb neun, bedeutet es dass man erst gegen zehn erscheinen muss, da man bis dahin eh nur Kaffee trinkt und Croissants isst.

2. Ich habe die unschaetzbare Erfahrung gemacht, beim Geschaeftsessen einen Rohkostsalat aus einem .... Wodkaglas zu essen.

Heute bin ich einem anderern Deutschen begegnet: sein Name- Zartliebe. Und es ist -Ueberraschung- ein Pferd.

So, hallihallo alle zusammen. Nachdem ich nun endlich einen Rechner habe auf dem nicht nur XP laeuft und ich mich auch ein bisschen an die franzoesische Tastatur gewoehnt habe (entschuldigt bitte die fehlenden Umlaute), kann ich euch von den beiden ersten tollen Wochen in Belfort berichten. 

Am 1.September war es soweit, endlich konnte ich meine Reise antreten. Fast schon eine Europatournee fuehrte sie mich durch drei verschiedene Laender. Nachdem ich es geschafft hatte morgens um 5 den Zug zu nehmen ging es mit viel Gepaeck Richtung Frankreich.

 

In Belfort angekommen, wurde ich gleich von Melanie (meinem Tutor) und ihrer togolesischen Praktikantin Jeanne empfangen.

Nach einer Turbo-Stadttour konnte ich sogleich meine neue Behausung in einer Studentenresidenz beziehen.  

Gleich am naechsten Tag holten wir Natasa, eine andere Freiwillige aus Serbien, ab und erkundeten zusammen unsere neue Heimat.

Die erste Woche verbrachte ich vor allem damit alles Organisatorische zu erledigen. Dabei arbeitete ich direkt im Gebaeude des Conseil général (in etwa ein Landrat). Dabei habe ich immer einen wunderschoenen Ausblick auf die Zitadelle und den beruehmten Loewen von Belfort.

Zudem lernte ich, nie kurz vor Ladenschluss einkaufen zu gehen. Wenn ein Laden um 19.30 Uhr zu macht scheuchen die Wachleute bereits um 19 Uhr die Menschen aus dem Laden. Die Franzosen halten sich an ihre Arbeitszeiten :]

Die zweite Woche war ich am Lac du Malsaucy, einem See mit Strand wo zahlreiche Aktivitaeten (Segeln, Surfen, Bogenschiessen, Orientierungslauf) vor allem fuer Schulklassen stattfinden. Nachdem ich die ersten Tage auf Entdeckungstour war. Es gibt beispielsweise ein Vogelhaus konnte ich ab Mitte der Woche etwas Sport treiben. Ich begleitete die Klassen waehrend ihrer Mountainbiketouren um den See. Dabei muss allerdings festgehalten werden dass ich jeden Tag rund 10 km mit dem Fahrrad (welches mir gestellt wurde) erstmal zum See hinfahren muss.