Europa - all inklusive

Sitzung des Europäischen Parlaments

Die Europäische Union (EU) steckt mitten in einer Wirtschafts- und Finanzkrise. Die Statistiken zeigen, dass junge Menschen am stärksten darunter leiden. So steigt die Zahl junger Menschen, die nicht zur Schule gehen oder studieren, keinen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz haben und auch kein Praktikum oder Kurs zur Berufsvorbereitung machen seit 2008.

Die Jugendarbeitslosenquote in der EU erhöhte sich von 14,5 % im März 2008 auf 23,7 % im November 2012. Gleichzeitig hat die Gefahr für junge Menschen zugenommen, sozial ausgrenzt zu werden. Viele leiden unter Armut.

Die Krise wirkt sich außerdem negativ auf die Gesundheit und das Wohlbefinden junger Menschen aus. Arbeitslosigkeit, Verarmung, schlechte Wohnverhältnisse und familiäre Probleme führen zu einem erhöhten Risiko bei psychischen Problemen, Alkoholmissbrauch und Suizid.

Das sind ganz schön viele Probleme! Die Minister_innen, die in den 28 EU-Ländern für Jugendfragen zuständig sind, haben deshalb vereinbart, für eineinhalb Jahre gemeinsam europaweit an Lösungsvorschlägen für die Verbesserung der Inklusion von jungen Menschen zu arbeiten. 

Alle Menschen haben die gleichen Rechte. Dazu zählt auch das Recht auf eine gleichberechtigte Teilhabe in allen Bereichen des Lebens. Eigentlich ist das ja eine Selbstverständlichkeit. Die Realität sieht leider anders aus. Es gibt viele Gruppen, die nicht mitten in der Gesellschaft stehen, sondern mehr oder weniger außen vor bleiben. Das betrifft insbesondere auch junge Menschen. Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung und anderen Altersgruppen besteht für sie ein größeres Risiko, sozial ausgegrenzt zu werden.

Die Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa hat das Problem der sozialen Ausgrenzung in den vergangenen Jahren in vielen Ländern noch verstärkt. Viele Politiker_innen und andere politische Verantwortliche in der Europäischen Union (EU) und ihren Mitgliedsländern arbeiten derzeit daran, Lösungen zu entwickeln, mit deren Hilfe bestehende Hindernisse überwunden und die gesellschaftliche Ausgrenzung junger Menschen beseitigt werden können.